Uraufführungen
(Auswahl)

Tabea Zimmermann hat das Interesse vieler zeitgenössischer Komponisten für die Bratsche geweckt und zahlreiche neue Werke in das Konzert- und Kammermusikrepertoire eingeführt.

01.10.2016

Michael Jarrell (2016)
Emergences – Résurgences

für Viola und Orchester
Orchestre National des Pays de la Loire, Dir. Pascal Rophé
Strasbourg

22.04.2016

Birke Bertelsmeier (2016)
Von Kopf durch Kopf zu Kopf

für Viola solo
Wittener Tage für neue Kammermusik

25.10.2015

Jörg Widmann (2015)
Trio für Viola, Klarinette und Klavier

Jörg Widmann, Klarinette
Dénes Várjon, Klavier
Zürich

April 2015

Enno Poppe (2015)
Filz

(für Tabea Zimmermann)
Ensemble Resonanz, Dir. Enno Poppe
Wien, Köln, Hamburg

2009

Bruno Mantovani (2008)
Concerto pour deux altos et orchestre

(für Tabea Zimmermann und Antoine Tamestit)
l’Orchestre Philharmonique Royal de Liège
Orchestre Philharmonique de Radio France
WDR Sinfonieorchester Köln

2008

Menachem Wiesenberg (2008)
Double Concerto for Viola and Violoncello

(in memoriam David – Dudu – Shallon)
mit Hillel Zori, Violoncello
Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Dir. Steven Sloane

2007

Frank Michael Beyer
“Notte di pasqua”

Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

Frank Michael Beyer über sein Werk in einem Brief an Tabea Zimmermann:

“Dass diese Musik jetzt mit Ihrem Namen verbunden ist, erfüllt mich mit Freude! Eine Komposition, die einen so bestimmenden Titel trägt, weist scheinbar über sich hinaus, doch geht die Vorstellung in der musikalischen Erfindung – bildhaft gesprochen – in die Welt der Töne hinein, um dann das Begriffliche aufzufangen. Dieses sphärisch Tingierte haben Sie unvergleichlich den Menschen eröffnet.”

07.07.2005

Georges Lentz (2001-2005)
“Monh” from “Mysterium” (“Caeli enarrant…” VII) for viola solo, orchestra & electronics

Orchestre Philharmonique du Luxembourg, Dir. Steven Sloane

Tabea Zimmermann: “Dieses verstörend atmosphärische Stück – der Titel ist Aborigine und bedeutet ‘der Himmel über der Wüste’ – hat nichts mit der Viola oder dem Orchester zu tun, wie wir sie kennen. Lentz schreibt wortwörtlich un-erhörte Klänge in extrem langsamem Zeitmaß, und er besteht darauf, dass die Musik nicht vom Dirigenten ‘herausgeschlagen’ wird, sondern dass die Musiker miteinander atmen. Obwohl sich das absolut mit meinem eigenen Konzept von Musik deckt: bei einem Tempo von 30 Schlägen pro Minute ist das leichter gesagt als getan. An einer Stelle gibt es eine Generalpause von 24 Sekunden, die große Konzentration sowohl von den Musikern als auch dem Publikum fordert.”

2002

Sally Beamish
“The Seafarer” Viola Concerto No. 2

(dedicated to Tabea Zimmermann in memory of David Shallon)

Sally Beamish über die Aufführung in einem Brief an Tabea Zimmermann:

“Es ist schwer, meine Gefühle während der Aufführung des Konzertes zu beschreiben. Du gabst dem Stück etwas, das es irgendwie größer machte, besonderer und persönlicher, als ich mir vorgestellt hatte. Ich fühlte, dies war eine wahrhaft intuitive Zusammenarbeit.” (übersetzt aus dem Englischen)

21.01.2002

Heinz Holliger
“Recicanto” für Viola und Orchester

WDR Sinfonieorchester Köln, Dir. Heinz Holliger

Heinz Holliger über sein Werk in einem Brief an Tabea Zimmermann, der er dieses Stück widmete:

“…heute schicke ich Dir die Solostimmen meines Monsters. Nach einigen Titeln bin ich heute bei RECICANTO stehengeblieben. Das Ganze ist eine Art ‘Gesangsszene’ oder ein riesiges ‘Recitativo accompagnato’…”

24.03.2002

Wolfgang Rihm (2000/2002)
“Über die Linie” IV Bratschenkonzert Nr. 2 für Viola und Orchester

(für Tabea Zimmermann)
Junge Deutsche Philharmonie, Dir. Hans Zender, Budapest

Wolfgang Rihm über sein Werk in einem Brief an Tabea Zimmermann:

“Da ist es nun. Wieder nichts Paganinieskes. Aber ich hoffe natürlich: etwas Gutes. Innerer Monolog von Anfang bis zum Schluss. Vorgestern hörte ich im Radio: Dich die B.A.Zi-Sonate spielen – und war sehr angerührt. Da will man bestehen können. Dieser Reife und Meisterschaft sei diese Intimissimo-Kammermusik anvertraut…
Alles ist eben Linie, geschabt wird nirgends, gesungen immer. Meine alte Idee des gesanglichen Konzertes, der ‘Instrumentalkantate’, lässt mich nicht los. Das wird seine Gründe haben…”

22.06.2001

Matthias Pintscher (2001)
“Janusgesicht” für Viola und Cello

mit Alban Gerhardt, Cello
im Kraftwerk Heimbach, “Spannungen”

 

1999

Menachem Wiesenberg
“Monodialogue” Fantasie für Viola solo

Tel Aviv

25.05.1999

Alexander Goehr
“Sur terre, en l’air” op. 64 für Bratsche und Klavier

mit Hartmut Höll, Klavier
Schwetzingen Festival

1998

Yinam Leef
Concerto for Viola and Symphony Orchestra

Jerusalem Symphony Orchestra, Dir. David Shallon

1997

Menachem Wiesenberg (1994)
“Like clay in the potter’s hand” for viola and piano

mit Menachem Wiesenberg, Piano
Jerusalem

24.09.1997

Helmut Oehring (1996)
SEXTON A. für Viola solo

(für Tabea Zimmermann)
Berlin

21.06.1997

Alexander Goehr
“Schlussgesang” op. 61

BBC Symphony Orchestra, Dir. Oliver Knussen
Aldeburgh Festival

Alexander Goehr über die Aufführung in einem Brief an Tabea Zimmermann:

“Für mich ist komponieren ein großes Vergnügen – wenn ich mitten im Schreiben bin, scheint die Harmonie farbig strahlend und lebendig. Aber in den Monaten, nachdem ich es fertig habe, verblasst alles und ich bin schrecklich besorgt, dass das, was so real war, während ich es schrieb, nie wieder erscheinen wird. Aber ich bin glücklich mit den Künstlern meiner Stücke (zumindest manchmal!). Und letzte Woche war ich wirklich glücklich! Nach den ersten schwierigen Proben begann die Musik zu leben: Ich weiß nicht, wie man das macht; es ist wohl wie bei den japanischen Blumen, die wir früher ins Wasser taten, die anschwellen und ‘wirklich’ werden. So war das – allmählich begann ich, die Passagen und Harmonien zu hören, die ich mir vorgestellt hatte und, abgesehen vom tatsächlichen privaten Vergnügen des Schreibens, ist der Moment, wenn die Noten wirklicher Klang werden, das Beste, was ich erlebt habe.
Wirkliche Künstler wie Sie, die so viele Schwierigkeiten auf sich genommen haben, um herauszufinden, was zu tun ist, bevor Sie zu einer Aufführung kommen, verleihen dem Stück etwas Unvermeidliches, das am Ende niemand beurteilen kann und es viel besser erscheinen lassen kann, als es womöglich ist. Das ist eine große Gabe – und ich muss Ihnen sagen, dass ich wirklich dankbar bin, dass Sie diese große und alles andere als geradlinige Aufgabe angenommen und so gut gelöst haben.” (übersetzt aus dem Englischen)

16.11.1995

Sally Beamish
“Sule Skerrie” for viola and piano

(für Tabea Zimmermann)
mit Hartmut Höll, Piano
Wigmore Hall London

 

23.04.1994

György Ligeti (1991-1994)
Sonate für Viola solo

(für Tabea Zimmermann)
Gütersloh

Sechs Wochen Zeit zum Üben für sechs Sätze! Tabea Zimmermann: “Die Ligeti-Sonate ist mein persönlicher Himalaya.”

03.06.1994

Wilhelm Killmayer (1994)
“Die Schönheit des Morgens” Fünf Romanzen für Viola und Klavier

mit Siegfried Mauser, Klavier
Dresden

08.10.1992

Mark Kopytman (1990)
“Cantus V” for viola and orchestra

WDR Sinfonieorchester Köln

23.11.1990

Volker David Kirchner (1989)
“Schibboleth” Poème Concertante für Viola und Orchester

Junges Philharmonisches Orchester Stuttgart, Dir. Manfred Schreier

06.02.1986

Cristóbal Halffter (1984)
Doppelkonzert für Violine, Viola und Orchester

mit Christine Edinger, Violine
Dir. Cristóbal Halffter
Basel

1981

Herbert Söllner
TABEA für Viola solo